Für ganze Betriebe
Firmenumzug in Berlin Tempelhof, Mariendorf und Marienfelde
Ein Firmenumzug ist selten ein Umzugstag, sondern eine Reihe von Terminen: Verwaltung, Lager, Werkstatt und Ausstattung ziehen nacheinander, damit der Betrieb dazwischen weiterarbeitet. Wir planen diese Reihenfolge von hinten, also vom ersten Arbeitstag im neuen Objekt aus, und arbeiten sie an Werktagen ab. Auf beiden Seiten gibt es je eine Person, die entscheidet.
- Umzug in Wellen, damit nie der ganze Betrieb gleichzeitig steht
- Zeitplan rückwärts gerechnet vom ersten Tag im neuen Objekt
- Jede Welle wird einzeln aufgemessen und einzeln freigegeben
- Haftungsgrenze und Wert der Ladung vorher besprochen, nicht hinterher
- Zwischenlagerung, wenn alte und neue Fläche sich zeitlich nicht überschneiden
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Warum ein Betrieb in Wellen zieht und nicht an einem Stichtag
Der Wunsch ist fast immer derselbe: Freitag raus, Montag drin, alles auf einmal. Bei einem Büro mit acht Plätzen geht das auf. Bei einem Betrieb mit Verwaltung, Lager und Werkstatt geht es meistens schief, weil diese drei Welten völlig verschiedene Geschwindigkeiten haben.
Die Verwaltung ist an einem Tag umgezogen. Das Lager braucht so lange, wie der Bestand groß ist. Die Werkstatt hängt an Maschinen, die jemand abbauen und wieder in Betrieb nehmen muss, und dieser Jemand kommt zu seinem Termin, nicht zu unserem. Legt man alles auf denselben Tag, wartet jeder auf jeden, und der Engpass ist nicht die Mannschaft, sondern das Ladetor, der Aufzug oder ein einzelner Techniker.
Wir legen deshalb Wellen fest. Zuerst zieht, was am neuen Standort funktionieren muss, bevor jemand einzieht, zuletzt das, was im alten Objekt bis zum Schluss gebraucht wird. Dazwischen läuft der Betrieb weiter, wenn auch verkleinert.
- Erste Welle: Ausstattung ohne Tagesgeschäft. Regale, Werkbänke, Möbel, die gerade niemand benutzt.
- Zweite Welle: Lager und Bestand. Meist der größte Brocken und der einzige, den man beliebig aufteilen kann.
- Dritte Welle: Verwaltung mit Arbeitsplätzen, Technik und Archiv, möglichst an einem Stück.
- Vierte Welle: das, was übrig bleibt, dazu Räumung und Übergabe des alten Objekts.
02
Der Zeitplan, von hinten gerechnet
Wir setzen den ersten Arbeitstag im neuen Objekt als festen Punkt und rechnen von dort rückwärts. Das klingt banal, dreht aber die Reihenfolge der Entscheidungen um: Die Frage lautet nicht mehr, wann wir können, sondern was wann fertig sein muss, damit dieser eine Tag hält.
- Festen Punkt setzen: der Tag, an dem im neuen Objekt zum ersten Mal gearbeitet wird.
- Begehung beider Objekte gemeinsam mit der Person, die bei Ihnen entscheiden darf. Dabei entstehen Stellplan und Liste der Sonderfälle.
- Sonderfälle vergeben: Maschinen, Anlagen, Netzwerk und alles, wofür ein Hersteller oder Fachbetrieb zuständig ist. Diese Termine bestimmen den Rest des Plans.
- Halteverbotszonen beantragen, an beiden Adressen getrennt und mit der vorgeschriebenen Frist.
- Material stellen: Kartons, Decken und Beschriftung rund zwei Wochen vor der ersten Welle, damit im laufenden Betrieb nebenher gepackt werden kann.
- Wellen abarbeiten, jede mit eigener Uhrzeit, eigener Ansprechperson und eigener Abnahme.
- Altes Objekt übergeben: räumen, fegen, Schlüssel. Was weg soll, geht in derselben Fahrt weg, statt ein zweites Mal angefahren zu werden.
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Wer entscheidet, wer unterschreibt, wer haftet
Bei einem Firmenumzug sitzen oft mehrere Zuständigkeiten am Tisch: Geschäftsführung, Buchhaltung, IT, manchmal die Hausverwaltung beider Objekte. Für den Umzugstag braucht es davon genau eine Telefonnummer, die abnimmt und entscheiden darf.
Vor der ersten Welle halten wir fest, wer den Auftrag freigibt, an welche Anschrift die Rechnung geht und wer die Abnahme quittiert. Braucht Ihre Buchhaltung eine Bestellnummer, gehört sie in diese Runde und nicht auf die letzte Rechnung.
Zur Haftung gehört ein Satz, den kaum ein Anbieter gern schreibt. Für den Umzugsvertrag gilt eine gesetzliche Obergrenze, und die ist niedriger, als die meisten vermuten: 620 Euro je Kubikmeter des Laderaums, den Ihr Umzug beansprucht. Bei Büromöbeln reicht das fast immer aus. Bei einem Lager voller Elektronik oder bei Messtechnik reicht es nicht. Nennen Sie uns den Wert vorher, dann sprechen wir über eine zusätzliche Absicherung, statt hinterher über eine Grenze zu diskutieren.
Der zweite unbequeme Satz betrifft das Selbstpacken. Was Sie selbst gepackt haben, prüfen wir nicht. Ein Karton, den wir verschlossen übernehmen, geht als verschlossener Karton wieder heraus. Wer den Inhalt abgesichert wissen will, packt mit uns zusammen oder lässt uns packen.
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Lager, Werkstatt und Warenbestand
Der Teil eines Firmenumzugs, den Angebote gern übersehen, ist der Bestand. Ein Regalmeter Ware wiegt mehr, als er aussieht, und er lässt sich nicht stapeln wie Möbel. Vor der Lagerwelle brauchen wir deshalb drei Angaben: wie viele laufende Regalmeter, wie schwer die schwerste Einheit ist und ob am Ziel dieselbe Regalanlage steht oder eine andere.
Steht dort eine andere, ist es kein Transport, sondern eine Neusortierung. Das ist ein anderer Zeitaufwand und gehört vorher besprochen, weil sonst mitten am Umzugstag jemand entscheiden muss, in welcher Ordnung der Bestand künftig steht.
Regale bauen wir ab und wieder auf, solange es Schraub- oder Stecksysteme sind. Für Anlagen mit Prüfpflicht, Maschinen mit eigenem Fundament und alles, was an Starkstrom, Druckluft oder Wasser hängt, brauchen Sie den Hersteller oder einen zugelassenen Fachbetrieb. Wir übernehmen den Transport und das Stellen, nicht die Inbetriebnahme, und wir behaupten auch nicht, es zu dürfen.
Passen alte und neue Fläche zeitlich nicht zusammen, überbrücken wir mit dem Lager. Ein Lagerabteil 20 m³ kostet ab 25 € am Tag, die spätere Fahrt zum neuen Objekt ab 89 € je Fahrt. Wo dieses Lager steht, geben wir öffentlich nicht an; das hat mit der Sicherheit eingelagerter Ware zu tun und ist so gewollt.
05
Kurze Wege im Süden Berlins
Der Bezirk hat mehr Gewerbe, als seine Wohnstraßen vermuten lassen. Allein das Industriegebiet an der Motzener Straße in Marienfelde umfasst 156 Hektar mit rund 200 überwiegend mittelständischen Betrieben und etwa 5.000 Beschäftigten. Das ist die Beschreibung eines Gebiets, in dem wir unterwegs sind, und ausdrücklich keine Aufzählung von Auftraggebern.
Praktisch bedeutet das kurze Wege. Ein Umzug innerhalb des Bezirks, etwa von einer Gewerbefläche am Mariendorfer Damm in eine Halle weiter südlich, ist Pendelverkehr ohne Fernstrecke. Dann rechnet sich die Stunde besser als jede Pauschale, und ein Zweiter Wagen im selben Auftrag lohnt sich früher als gedacht: 24 € je Stunde.
Alle Termine liegen auf Werktagen. Unsere Mannschaft ist Montag bis Freitag, 09:00 bis 17:00 Uhr im Einsatz. Wer einen Umzug im Nachtbetrieb oder über ein Wochenende braucht, bekommt das von uns nicht zugesagt, und zwar beim ersten Telefonat und nicht am Tag davor. Wie ein Umzug direkt im Industriegebiet abläuft, mit Ladetor statt Bordsteinkante, steht auf der Seite zum Betriebsumzug in Marienfelde.
Wellen eines Firmenumzugs und woran sie hängen
Montag bis Freitag von 09:00 bis 17:00 Uhr erreichbar. Der Festpreis steht nach der kostenlosen Besichtigung.
| Welle | Typischer Inhalt | Womit gerechnet wird | Preis |
|---|---|---|---|
| Vorlauf | Regale und Werkbänke ins noch leere Objekt | Kraft für Möbelmontage | ab 28 € je Stunde |
| Lager | Bestand in Fuhren, beliebig aufteilbar | Umzugswagen samt Fahrer, 21 m³ | ab 46 € je Stunde |
| Verwaltung | Arbeitsplätze, Technik und Archiv an einem Stück | Umzugswagen mit zwei Kräften | ab 48 € je Stunde |
| Parallelbetrieb | Zwei Adressen am selben Tag bedienen | Zweiter Wagen im selben Auftrag | 24 € je Stunde |
| Übergabe | Alte Fläche räumen und besenrein hinterlassen | Räumen, je Kubikmeter | ab 39 € |
Jede Welle wird einzeln aufgemessen und einzeln freigegeben, damit Sie nach der ersten wissen, woran Sie bei der zweiten sind. In jedem Betrag steckt die Mehrwertsteuer bereits drin. Verbindlich wird die Zahl beim Aufmaß vor Ort, das nichts kostet, und danach ändert sie sich nicht mehr.
Was Betriebe vor der Beauftragung wissen wollen
Wie lange dauert ein kompletter Firmenumzug?
Von der Begehung bis zur Schlüsselübergabe rechnen wir bei einem Betrieb mit zwanzig bis fünfzig Beschäftigten mit vier bis acht Wochen, von denen wir nur an drei bis fünf Tagen tatsächlich vor Ort sind. Die übrige Zeit geht für Abstimmung, Fachfirmen und Genehmigungen drauf. Wer diese Wochen nicht hat, muss beim Umfang kürzen, nicht beim Vorlauf.
Können Sie Maschinen umsetzen?
Transportieren ja, in Betrieb nehmen nein. Für Anlagen mit Fundament, Starkstromanschluss oder Prüfpflicht brauchen Sie den Hersteller oder einen zugelassenen Fachbetrieb. Wir bringen die Maschine an ihren Platz und stellen sie ab. Diese Grenze nennen wir bei der Begehung, damit die Fachtermine rechtzeitig stehen und nicht der Umzug auf sie wartet.
Was passiert mit dem alten Mobiliar?
Was nicht mitzieht, laden wir in derselben Welle auf und schaffen es weg. Gerechnet wird nach Räumen, je Kubikmeter mit ab 39 € oder nach Aufwand mit ab 15 € je Stunde. Die Annahmegebühr geben wir weiter. Ein zweiter Anfahrtstermin nur zum Entsorgen ist immer teurer als der Platz auf dem Wagen, der ohnehin fährt.
Bekommen wir einen Festpreis?
Nach dem Aufmaß vor Ort ja, und das Aufmaß kostet nichts. Vorher nennen wir eine Spanne, aber keinen Festpreis, weil bei einem Betrieb zu viel von Zugängen, Etagen und Bestand abhängt. Ein Festpreis, der ohne Besichtigung zustande kommt, ist entweder zu hoch kalkuliert oder wird am Umzugstag nachverhandelt.
Wer räumt die alte Fläche für die Übergabe?
Wir räumen und fegen, sodass die Fläche besenrein ist. Eine Endreinigung nach Mietvertrag, Malerarbeiten oder das Zurückbauen von Einbauten sind etwas anderes und gehören zu anderen Gewerken. Sagen Sie uns, was Ihr Mietvertrag verlangt, dann sehen Sie sofort, welcher Teil davon bei uns liegt.