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Umzugsunternehmen Berlin Tempelhof 030 754367390

Zonennummern statt Vermutung

Halteverbot und Parkzonen beim Umzug in Berlin Tempelhof

Ob Sie für Ihren Umzug ein Parkverbot brauchen, entscheidet in diesem Bezirk die Zonennummer vor Ihrer Haustür. In Tempelhof sind Ende März 2025 die Zonen 90 und 91 dazugekommen, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade sind weitgehend unbewirtschaftet, und im Norden des Bezirks gelten in Friedenau die Zonen 27 und 28. Diese Seite erklärt, was das für Vorlauf, Kosten und den Ablauf am Umzugstag bedeutet, und wann Sie sich den Antrag sparen können.

  • Vier Zonennummern im Bezirk: 27 und 28 in Friedenau, 90 und 91 in Tempelhof
  • Die Behörde erlässt eine Anordnung, aufstellen muss sie ein Betrieb
  • Abgeschleppt wird erst ab dem vierten Tag nach dem Aufstellen der Schilder
  • Der Bewohnerparkausweis erlaubt das Parken, er reserviert nichts
  • Parkverbot an einer Anschrift: ab 59 €, vier werktage vorher anmelden
Ein Umzugshelfer steht mit verschränkten Armen am Gehweg und blickt auf eine lückenlos zugeparkte Wohnstraße, in der ein Transporter neben dem Umzugswagen wartet.

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Zwei Bezirkshälften, vier Zonennummern

Tempelhof-Schöneberg zerfällt beim Parken in zwei Teile, und die Trennlinie folgt keiner Ortsteilgrenze. Im Norden und in der Mitte wird der Straßenraum bewirtschaftet, im Süden nicht. Wer das vorher weiß, plant seinen Umzugstag anders, und zwar günstiger.

In Tempelhof sind Ende März 2025 zwei Zonen in Betrieb gegangen: die Zone 90 rund um das St.-Josef-Krankenhaus und die Zone 91 an der Manfred-von-Richthofen-Straße. Damit ist ein Teil des Fliegerviertels bewirtschaftet und ein Teil nicht, obwohl der Kiez im Sprachgebrauch ein einziger ist. Weiter nördlich, in Friedenau, gelten seit Längerem die Zonen 27 und 28. Das ist der Vergleich, auf den es ankommt: Ein Umzug dort und ein Umzug in Lichtenrade unterscheiden sich am Bordstein deutlicher als in der Wohnung.

Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade sind dagegen weitgehend frei von Parkraumbewirtschaftung. Dort geht es nicht um Parkscheine, sondern um die schlichte Frage, ob vor dem Haus Platz ist. Bei Eigenheimen mit eigener Zufahrt ist die Antwort meistens ja.

Woran Sie Ihre Zone erkennen: An jeder Zoneneinfahrt steht ein Schild mit der Nummer, dieselbe Nummer steht auf dem Parkschein und auf dem Automaten. Die Bewirtschaftungszeiten sind nicht in allen Zonen gleich, deshalb nennen wir sie hier nicht pauschal, sondern verweisen auf die Beschilderung vor Ort.

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Was 2025 dazukam, und was bisher nur ein Prüfauftrag ist

Die Zonen 90 und 91 waren zunächst für Ende Oktober 2024 angekündigt worden. In Betrieb gegangen sind sie Ende März 2025, also rund fünf Monate später. Das ist kein Vorwurf an die Verwaltung, sondern eine Warnung an alle, die einen Umzug lange im Voraus planen: Ein angekündigter Termin für eine Parkzone ist kein Datum, auf das man sich verlassen kann.

Für eine Ausweitung im Norden des Bezirks und für den nördlichen Mariendorfer Damm gibt es einen politischen Prüfauftrag und eine Machbarkeitsuntersuchung. Mehr ist es bis heute nicht, weder ein Zuschnitt noch ein Termin. Wer Ihnen für diese Gebiete ein Startdatum nennt, rät. Für unser Gebiet heißt das: Wir planen mit dem, was heute beschildert ist.

Praktisch heißt das: Wir sehen vor jedem Antrag nach, was an Ihrer Anschrift aktuell gilt, statt eine Karte von gestern zu übernehmen. Wenn Sie nur eine Auskunft brauchen und keinen Auftrag, bekommen Sie die auch so. Wir sind allerdings kein Amt und können die verbindliche Auskunft der Behörde nicht ersetzen.

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Der Bewohnerparkausweis nützt Ihnen am Umzugstag nichts

Diesen Punkt verstehen viele erst, wenn es zu spät ist. Ein Bewohnerparkausweis erlaubt das Parken in der Zone, ohne dass ein Parkschein fällig wird. Einen Platz reserviert er nicht, und gegen eine angeordnete Halteverbotszone hilft er ebenfalls nicht: Die Anordnung gilt dann auch für das eigene Auto.

Dazu kommt ein Zeitproblem, das die Reihenfolge von Umzug und Behördengang bestimmt. Voraussetzung für den Ausweis ist, dass Sie in der Zone gemeldet sind und dort tatsächlich wohnen. Gemeldet sind Sie aber erst nach dem Einzug, wenn Sie beim Bürgeramt waren. Am Umzugstag selbst haben Sie den Ausweis also noch nicht, egal wie früh Sie planen.

Der Ausweis gilt je Bewohner für ein Fahrzeug und höchstens zwei Jahre. Beantragt wird er online, schriftlich oder über das Bürgeramt. Handwerkerparkausweise, Ausnahmegenehmigungen und Betriebsvignetten laufen dagegen ausschließlich über die Straßenverkehrsbehörde. Das ist der Grund, warum ein Handwerker, der am Einzugstag die Küche anschließt, nicht einfach unter Ihrem Ausweis parken kann.

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Eine Anordnung ist noch kein Schild

Der Weg über das Bezirksamt sieht auf dem Papier einfach aus: formloser Antrag bei der Straßenverkehrsbehörde des Bezirks, in dem die Zone stehen soll. Die Behörde erlässt daraufhin eine Anordnung. Was sie ausdrücklich nicht tut, ist Verkehrszeichen aufstellen. Das muss ein Betrieb übernehmen, der dazu berechtigt ist.

Und der Zeitrahmen ist der zweite Haken. Berlin nennt für diesen Antrag eine durchschnittliche Bearbeitungszeit von rund vier Wochen. Die Gebühr richtet sich nach Umfang und Dauer. Wer das selbst macht, zahlt also nicht nur die Gebühr, sondern beauftragt anschließend noch jemanden für die Schilder, den Transport, das Aufstellen und das Wiedereinsammeln.

Bei uns ist beides ein Vorgang. Parkverbot an einer Anschrift kostet ab 59 €, für Start und Ziel zusammen ab 89 €, und der Vorlauf beträgt vier Werktage. Die Bestellseite dazu ist die Seite zur Halteverbotszone, hier geht es um das Drumherum.

Ein Sonderfall, der regelmäßig übersehen wird: Zieht Ihr Umzug über eine Bezirksgrenze, sind zwei Straßenverkehrsbehörden zuständig, jede für ihre Seite. Zwei Anträge, zwei Bearbeitungszeiten, und im Zweifel zwei verschiedene Antworten auf dieselbe Frage.

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Drei volle Tage: die Frist, an der das Abschleppen hängt

Wenn am Umzugstag ein fremdes Auto in der Zone steht, entscheidet eine Frist darüber, ob es kostenpflichtig abgeschleppt werden kann. Das Bundesverwaltungsgericht hat am 24. Mai 2018 entschieden, dass ein Fahrzeug, das schon vor dem Aufstellen der Schilder dort parkte, erst ab dem vierten Tag nach dem Aufstellen auf Kosten des Halters abgeschleppt werden darf. Zwei Tage Vorwarnzeit reichten dem Gericht ausdrücklich nicht.

Genau deshalb ist die Reihenfolge am Anfang wichtiger als alles, was am Umzugstag passiert.

  1. Die Schilder werden aufgestellt. Ab diesem Moment läuft die Frist von drei vollen Tagen, und zwar in Kalendertagen, nicht in Werktagen.
  2. Beim Aufstellen werden die Kennzeichen aller Fahrzeuge notiert, die bereits in der Zone stehen, mit Datum und Uhrzeit. Ohne diese Liste lässt sich später nicht belegen, wer vorher da war.
  3. Wer nach dem Aufstellen in die Zone fährt, hat die Schilder gesehen und kann sofort abgeschleppt werden.
  4. Wer vorher dort stand und die drei vollen Tage sind noch nicht um, bleibt stehen. Dann fehlt am Umzugstag genau dieser Platz.
  5. Am Umzugstag klingeln wir zuerst im Haus. In den meisten Fällen fährt der Wagen innerhalb weniger Minuten weg, und niemand braucht das Ordnungsamt.

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Der Zehn-Minuten-Test vor der eigenen Haustür

Bevor Sie einen Antrag bezahlen, können Sie selbst prüfen, ob er sich lohnt. Das kostet zehn Minuten und ist zuverlässiger als jede Ferndiagnose am Telefon, weil niemand von uns weiß, wie Ihre Straße an einem gewöhnlichen Werktagvormittag aussieht.

  1. Gehen Sie an einem normalen Werktag zu der Uhrzeit vor die Tür, zu der der Umzug beginnen soll. Nicht am Sonntagabend, das verfälscht das Bild.
  2. Messen Sie den längsten freien Bordsteinabschnitt in Schritten ab. Unter rund fünfzehn Metern wird es für einen Umzugswagen mit Ladebordwand eng.
  3. Zählen Sie die Schritte von diesem Abschnitt bis zur Haustür. Mehr als etwa dreißig Schritte sind ein Grund für die Zone, auch wenn Parken erlaubt wäre.
  4. Suchen Sie das Zonenschild an der nächsten Straßeneinmündung. Steht dort eine Nummer, gilt Bewirtschaftung, und der Bordstein ist tagsüber selten frei.

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Was die Zone in Arbeitszeit spart

Der Grund, warum sich ein Parkverbot fast immer rechnet, steckt nicht im Bußgeldrisiko, sondern in der Anzahl der Wege. Eine Zweizimmerwohnung verlässt das Haus in rund hundert Einzelstücken. Jedes davon wird einmal hin und einmal zurück getragen, also wird jeder zusätzliche Meter Tragweg an diesem Tag etwa zweihundertmal gegangen.

Bei dreißig Metern Umweg zum nächsten freien Platz sind das rund sechs Kilometer zusätzlich, verteilt auf die Mannschaft, mit Last in eine Richtung und über Bordsteine. Gegenzurechnen ist der Preis: Parkverbot an einer Anschrift kostet ab 59 € und entspricht damit rund 1,2 Stunden eines Wagens mit zwei Kräften. Wer glaubt, dass der lange Weg weniger als diese gute Stunde kostet, hat noch nie einen Kühlschrank über hundert Meter geschoben.

Wo im Bezirk was gilt

Montag bis Freitag von 09:00 bis 17:00 Uhr erreichbar. Der Festpreis steht nach der kostenlosen Besichtigung.

LageParkraumWas das für den Umzugstag heißt
FriedenauZonen 27 und 28Zone fast immer nötig, Antrag früh stellen
Tempelhof, St.-Josef-KrankenhausZone 90, seit Ende März 2025Bewirtschaftet, dazu Klinikverkehr am Bordstein
Tempelhof, Manfred-von-Richthofen-StraßeZone 91, seit Ende März 2025Die Grenze läuft mitten durch das Fliegerviertel
Tempelhofer Damm und Mariendorfer DammHauptachse, kein StandplatzZone in die Seitenstraße, Tragweg einplanen
Mariendorf, Marienfelde, Lichtenradeweitgehend unbewirtschaftetZone nur bei belegtem Bordstein oder langem Weg

Zonenzuschnitte ändern sich, zuletzt Ende März 2025. Wir sehen vor jedem Antrag nach, was an Ihrer Anschrift aktuell gilt. Verbindlich ist allein die Auskunft der Straßenverkehrsbehörde.

Parkzonen im Bezirk: die Fragen dahinter

Woran erkenne ich, in welcher Zone ich stehe?

An der Nummer auf dem Schild an der Zoneneinfahrt, am Automaten und auf dem Parkschein. Im Bezirk kommen dabei die Nummern 27 und 28 in Friedenau sowie 90 und 91 in Tempelhof vor. Steht kein Zonenschild in der Straße, ist der Abschnitt nicht bewirtschaftet.

Ändert sich meine Zone, wenn ich innerhalb des Bezirks umziehe?

Möglicherweise, und der Bewohnerparkausweis zieht nicht automatisch mit. Er hängt an der gemeldeten Anschrift. Nach dem Umzug brauchen Sie also zuerst die Anmeldung beim Bürgeramt und dann einen neuen Antrag für die neue Zone.

Brauchen Handwerker am Einzugstag eine eigene Genehmigung?

Ja, wenn sie in einer bewirtschafteten Zone stehen wollen. Handwerkerparkausweise, Ausnahmegenehmigungen und Betriebsvignetten werden ausschließlich bei der Straßenverkehrsbehörde beantragt, nicht im Bürgeramt. Unter Ihrem Bewohnerparkausweis dürfen sie nicht parken.

Wird in den unbewirtschafteten Straßen im Süden nicht kontrolliert?

Parkscheine werden dort nicht kontrolliert, weil es keine gibt. Ein angeordnetes Halteverbot gilt trotzdem und wird auch durchgesetzt. Die Bewirtschaftung sagt nur etwas über Gebühren aus, nicht darüber, ob eine Anordnung wirksam ist.

Was passiert, wenn die Anordnung nicht rechtzeitig kommt?

Dann wird ohne Zone gearbeitet, und das kostet Zeit statt Gebühren. Genau deshalb fragen wir bei jeder Anfrage zuerst nach dem Termin und erst danach nach der Wohnung. Ein Umzug, der in zehn Tagen stattfindet, wird anders geplant als einer in sechs Wochen.

Gilt die Zone auch, wenn der Umzug wetterbedingt verschoben wird?

Nein, die Anordnung gilt für den beantragten Zeitraum. Eine Verschiebung ist ein neuer Vorgang und braucht wieder Vorlauf. Melden Sie sich deshalb so früh wie möglich, das Büro ist Montag bis Freitag, 09:00 bis 17:00 Uhr besetzt und das Formular nimmt Ihre Nachricht jederzeit entgegen.

Wer haftet, wenn trotz Zone kein Platz frei ist?

Die Anordnung verschafft ein Recht, keinen Parkplatz mit Schranke. Steht ein Fahrzeug darin, das die Frist von drei vollen Tagen nicht erfüllt, bleibt es stehen, und wir arbeiten mit längerem Tragweg. Diese Mehrzeit steht bei uns in der Rechnung, deshalb sagen wir vorher, wie wir das Risiko klein halten.