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Umzugsunternehmen Berlin Tempelhof 030 754367390

Treppenhaus statt Kabine

Umzug ohne Aufzug in Berlin: der Süden von Tempelhof-Schöneberg

Im Süden des Bezirks hat fast kein Wohnhaus einen Aufzug, und das ist kein Mangel, sondern Bauweise: Eigenheime in Neu-Tempelhof, Häuser der 1950er Jahre in Marienfelde, zwei- bis viergeschossige Zeilen in Mariendorf. Über den Umzugstag entscheidet dann nicht die Etagenzahl, sondern die engste Stelle im Treppenhaus. Diese Seite sagt Ihnen, welche fünf Maße das sind, was regelmäßig nicht durchpasst und wann der Außenlift die teurere Lösung ist.

  • Die Bauordnung verlangt einen Aufzug erst über vier oberirdischen Geschossen
  • Gemessen wird die engste Stelle, nicht die Treppenbreite
  • Außenlift ab 179 €, das entspricht rund 7,2 Helferstunden
  • Im Hochhaus an der Waldsassener Straße hilft der vorhandene Aufzug oft nicht
Blick von oben ins Treppenhaus: Zwei Umzugshelfer tragen ein eingepacktes Schrankteil um die enge Wendung einer Altbautreppe mit Holzhandlauf.

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Warum hier so selten ein Aufzug steht

Die Bauordnung für Berlin verlangt Aufzüge erst in Gebäuden mit mehr als vier oberirdischen Geschossen. Und sie verlangt es für das Bauen, nicht als Nachrüstpflicht für den Bestand. Ein viergeschossiges Wohnhaus von 1958 ohne Aufzug ist deshalb völlig regelkonform und wird es bleiben.

Im Süden des Bezirks trifft diese Regel auf einen Bestand, der fast durchgehend darunter liegt. Die Gartenstadt Neu-Tempelhof besteht aus zweigeschossigen Einfamilienhäusern in zwei Grundtypen mit rund fünf mal neun und sieben mal neun Metern Grundfläche. Von den ursprünglich rund zweitausend geplanten Häusern waren bis 1930 etwa tausend gebaut, der Rest kam bis in die sechziger Jahre dazu.

In Mariendorf schließt sich südlich des Zentrums eine zwei- bis viergeschossige Zeilenbebauung an, dazu Siedlungen wie die ab 1919 entstandene Anlage östlich der Trabrennbahn, deren Straßen nach Alpengipfeln benannt sind: Birnhornweg, Buchsteinweg, Säntisstraße. In Marienfelde stehen an der Waldsassener Straße und am Pfabener Weg Einfamilienhäuser der 1950er und 1960er Jahre.

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Fünf Maße entscheiden über den Tag

Ein Haus mit fünf mal neun Metern Grundfläche hat keine großzügige Treppe. Sie ist steil, sie wendet, und das Podest ist so knapp bemessen, wie es damals zulässig war. Deshalb messen wir beim Aufmaß nicht die Treppenbreite, sondern fünf Stellen, an denen es tatsächlich klemmt.

  • Das Podest in der Wendung: Hier zählt die Diagonale, nicht die Breite. Ein Sofa, das durch den Flur passt, scheitert an der Kehre.
  • Die lichte Höhe über der Wendung: Wo die obere Treppe über die untere kragt, bleibt oft weniger als zwei Meter. Hochkant getragene Stücke stoßen genau dort an.
  • Türzargen statt Türblätter: Die Zarge im Altbestand ist schmaler als das moderne Standardmaß. Türblätter hängen wir aus, das gewinnt gut zwei Zentimeter je Seite.
  • Der Handlauf: Er kostet auf beiden Seiten Breite. Er lässt sich abschrauben, aber das muss vorher abgesprochen sein, denn wir bauen nichts ohne Zustimmung des Eigentümers ab.
  • Der Kellerabgang: Meistens die engste Stelle des ganzen Hauses, oft mit Außentür und Stufe. Waschmaschine, Truhe und Werkbank stehen aber genau dort.

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Was regelmäßig nicht durch das Treppenhaus geht

Diese Liste entsteht nicht aus Vorsicht, sondern aus Aufträgen. Es sind die Stücke, bei denen wir vor Ort umplanen mussten, weil vorher niemand danach gefragt hatte.

  • Das Ecksofa am Stück. Sobald zwei Elemente fest verbunden sind, hilft keine Kehre der Welt. Lässt es sich trennen, ist alles gut, wenn nicht, muss es durch das Fenster.
  • Die vor Ort verleimte Schrankwand. Sie war nie als Ganzes im Haus und geht auch nicht als Ganzes wieder heraus.
  • Das Boxspringbett mit durchgehendem Untergestell in Überbreite. Die Matratze ist selten das Problem, der starre Rahmen ist es.
  • Die Glasvitrine und der Marmortisch. Beide passen oft, aber sie vertragen kein Kippen in der Wendung, und genau das wäre nötig.
  • Der Standflügel. Dafür gibt es eine eigene Seite, weil hier weder Treppe noch Fenster die Standardantwort sind.

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Warum sich der Außenlift hier seltener rechnet als anderswo

Der Lift kostet bei uns ab 179 €, ein halber tag samt bedienung. Umgerechnet sind das rund 7,2 Helferstunden zum Satz von 25 € je Stunde. Er muss also mehr als sieben Stunden Trägerarbeit einsparen, sonst ist er das teurere Werkzeug.

Im zweigeschossigen Eigenheim gelingt das fast nie. Der Weg vom Obergeschoss zur Haustür ist kurz, die Menge steckt nicht in Etagen, sondern in Keller, Dachboden, Garage und Schuppen, und dorthin fährt kein Lift. Hier gewinnt fast immer die zusätzliche Kraft.

In der drei- bis viergeschossigen Zeile in Mariendorf kippt die Rechnung dagegen, sobald eine komplette Wohnung aus dem zweiten oder dritten Obergeschoss kommt. Und sie kippt sofort, wenn ein einzelnes Stück gar nicht durch die Kehre geht: Dann ist der Lift kein Sparmodell, sondern der einzige Weg nach draußen.

Was gegen den Lift spricht, ist im Süden häufiger der Platz als der Preis. In den schmalen Straßen der Gartenstadt belegt der Aufbau die halbe Fahrbahn, beidseitig parkende Autos machen die Standfläche zunichte, und die Zufahrten der Nachbarn müssen frei bleiben. Ohne angemeldete Fläche wird das an einem Werktagmorgen unangenehm.

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Der Sonderfall: Aufzug vorhanden, hilft trotzdem nicht

Die Großwohnsiedlung an der Waldsassener Straße entstand zwischen 1970 und 1974, umfasst 4.200 Wohnungen und wird über die Waldsassener Straße und den Tirschenreuther Ring erschlossen. Das höchste Haus hat 27 Geschosse. Aufzüge gibt es überall, und trotzdem ist der Umzug dort selten einfacher als im Haus ohne.

Der Grund ist die Kabine. Sie ist für Personen gebaut, nicht für Möbel. Wir messen deshalb drei Werte, bevor wir einen Termin zusagen: die Innenmaße einschließlich der Diagonale, die lichte Türbreite und die Kabinenhöhe, denn was nicht liegend passt, geht manchmal hochkant. Dazu kommt der Weg vom Aufgang bis zur Stelle, an der der Wagen stehen darf.

Ein Außenlift ist in diesen Häusern keine Alternative, dafür sind sie zu hoch. Was hilft, ist Organisation: Rollwagen für die Flure, ein zweiter Trupp, damit oben und unten gleichzeitig gearbeitet wird, und eine Absprache mit der Hausverwaltung, ob der Aufzug für den Termin belegt und ausgekleidet werden darf. Wer das drei Tage vorher klärt, spart mehr Zeit als jede Zusatzkraft.

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Was Sie vorher tun können

Die Treppe lässt sich nicht verbreitern, der Ablauf schon. Diese sechs Punkte kosten Sie einen Abend und sparen im Schnitt eine gute Stunde Arbeitszeit.

  1. Kartons nach Gewicht packen statt nach Volumen. Bücher gehören in kleine Kartons, sonst trägt eine Kraft ein Stück, für das zwei nötig wären.
  2. Türblätter aushängen, bevor die Mannschaft kommt, mindestens an den Engstellen. Beschläge in eine beschriftete Tüte, sie kommen am Ziel wieder ans selbe Blatt.
  3. Treppenhaus, Podeste und Flur leerräumen. Schuhregal, Kinderwagen und Fahrrad im Weg kosten bei hundert Wegen mehr Zeit, als das Wegräumen dauert.
  4. Je Etage eine Stapelfläche festlegen, auf der gepackte Kartons stehen. Sammeln geht schneller als einzeln holen.
  5. Kellerabteil vorher leeren und für Licht sorgen. Kellerabgänge sind die engste und dunkelste Stelle im Haus.
  6. Nachbarn ansprechen, im Zweifel mit einem Zettel im Hausflur eine Woche vorher. Das ist die billigste Maßnahme in diesem ganzen Text.

Vier Bauformen im Süden, vier Wege nach oben

Montag bis Freitag von 09:00 bis 17:00 Uhr erreichbar. Der Festpreis steht nach der kostenlosen Besichtigung.

BauformEbenenWas die Zeit frisstAußenlift sinnvoll?
Eigenheim der Gartenstadt Neu-TempelhofKeller, zwei Geschosse, Dachbodenenge Wendung, Bodentreppe, volle Nebenräumeselten, nur für Einzelstücke
Haus der 1950er in MarienfeldeKeller und zwei GeschosseMenge statt Höhe, Garage und Schuppenmeist nicht nötig
Zeile in Mariendorfbis drei ObergeschosseEtagen mal Stückzahl, kein Aufzugab dem zweiten Obergeschoss
Hochhaus Waldsassener Straßebis 27 Geschosse mit AufzugKabinenmaß und Weg zum Aufgangnein, zu hoch

Die Zuordnung ist ein Anhaltspunkt und ersetzt kein Aufmaß. Wir sehen uns Treppe, Türen und Zugang vor der Zusage an, damit am Umzugstag keine Nachforderung entsteht.

Treppenhaus, Etagen und Lift: was hier gefragt wird

Ab welcher Etage muss ein Haus einen Aufzug haben?

Die Bauordnung für Berlin verlangt Aufzüge in Gebäuden mit mehr als vier oberirdischen Geschossen. Diese Vorschrift gilt für das Bauen, nicht als Nachrüstpflicht im Bestand. Deshalb gibt es im Bezirk viergeschossige Häuser ohne Aufzug, und daran wird sich nichts ändern.

Kostet ein Umzug ohne Aufzug automatisch mehr?

Nein. Im zweigeschossigen Eigenheim ist der Weg nach draußen kürzer als in mancher Wohnung mit Aufzug. Teurer wird es erst, wenn Etagenzahl und Stückzahl zusammenkommen, also bei einer vollen Wohnung im dritten Obergeschoss. Dann rechnen wir mit einer Kraft mehr statt mit längeren Tagen.

Passt mein Sofa durch das Treppenhaus?

Entscheidend sind zwei Zahlen: die Diagonale des Sofas und die engste Stelle in der Wendung, meist über dem Podest. Messen Sie beides und schicken Sie uns ein Foto der Treppe von oben. Beine abschrauben bringt oft die fehlenden Zentimeter, ein fest verbundenes Ecksofa dagegen nie.

Was ist mit der Waschmaschine im Keller?

Der Kellerabgang ist in den Häusern der 1950er Jahre regelmäßig die engste Stelle, oft mit Außentür und einer Stufe davor. Wir tragen die Maschine zu zweit mit Gurten. Wichtig ist die Transportsicherung: Ohne sie kann die Trommel Schaden nehmen, und dafür können wir dann nicht einstehen.

Kann ich beim Tragen selbst mithelfen?

Sie dürfen Ihre eigenen Kartons tragen, und viele tun das. Für Möbel raten wir ab, und zwar nicht aus Prinzip: Für Schäden an Stücken, die wir nicht selbst getragen haben, können wir nicht geradestehen. Wer sparen will, packt selbst und lässt tragen, das ist der wirksamere Hebel.

Wie viele Kräfte brauche ich bei drei Etagen ohne Aufzug?

Für eine normal möblierte Zweizimmerwohnung im zweiten oder dritten Obergeschoss planen wir drei Kräfte ein: zwei tragen, eine packt den Wagen und sortiert. Bei vier Zimmern kommt eine vierte dazu. Diese Aufteilung ist schneller als zwei Kräfte, die zusätzlich laden müssen.

Muss ich den Aufzug im Hochhaus reservieren?

Fragen Sie die Hausverwaltung, ob der Aufzug für den Termin belegt und mit Decken ausgekleidet werden darf. In den großen Häusern an der Waldsassener Straße ist das üblich und macht den Unterschied zwischen durchgehendem Arbeiten und Warten auf die Kabine. Schutzdecken bringen wir mit.